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Der Zeitabschnitt 1920 bis 1950

von Jutta Valent und Markus Roschitz

 

Das Seminar beinhaltete auch eine pädagogische Abteilung mit Eduard Martinak als Leiter. Im Wintersemester 1920/21 lehrten Martinak (Pädagogik und Psychologie), Hugo Spitzer (Geschichte der Philosophie, Philosophische Soziologie), Ernst Mally (Pädagogik, später auch Geschichte der Philosophie, Psychologie, Logik, Philosophische Propädeutik), Otto Tumlirz (Psychologie und Pädagogik) und Othmar Sterzinger (Psychologie), 1920/1921 auch Hans Pichler (Philosophie der Geschichte). 1925 übernahm Mally den Lehrstuhl für Philosophie, den er bis 1942 innehatte, sowie die Stelle als Institutsvorstand. Er war seit dem Tod Meinongs 1920 auch interimistischer Leiter des psychologischen Laboratoriums gewesen.

Im SS 1925 hielt Konstantin Radakovic seine erste Lehrveranstaltung ab (Philosophische Soziologie), im WS 1925/26 Karl Sapper (Naturphilosophie) und im WS 1927/28 Carl Siegel (Geschichte der Philosophie, Ästhetik, Psychologie).

Unter Antrag von Mally und Martinak an das BMU (Bundesministerium für Unterricht) wurde vom Philosophischen Seminar die pädagogische Abteilung abgetrennt und als Pädagogisches Seminar geführt. Das spiegelt sich erstmals im Vorlesungsverzeichnis vom SS 1928 wieder mit Martinak und Tumlirz als Lehrende.

Mally, Siegel und Martinak waren bis 1930 die Vorstände des Philosophischen Seminars und des Psychologischen Laboratoriums. 1930 wurde das Psychologische Laboratorium an das Philosophische Seminar angegliedert, und die Institution ab nun offiziell Philosophisches Seminar mit Psychologischem Laboratorium genannt. 1930 schied Martinak aus, 1937 Siegel. Mally blieb allein Vorstand bis 1942.

Im WS 1932/ 33 wird die philosophische Lehre durch Otto Julius Hartmann erweitert (philosophische Anthropologie, Ethik). Die Pädagogik wird seit der Pensionierung Martinaks 1930/31 weiterhin allein von Tumlirz betreut, ergänzt durch die Philosophische Propädeutik von Mally, die er in der NS-Zeit als „Philosophischer Einführungsunterricht“ weiterführte.

Im Sommersemester 1938 scheinen als Lehrende im Vorlesungsverzeichnis die Namen Mally, Sterzinger, Radakovic, Hartmann für die Philosophie  auf und für Pädagogik Tumlirz. Im Oktober 1938 legte Radakovic seine Dozentur freiwillig zurück. Im WS 1938/39 unterrichten Mally, Sterzinger, Sapper und Hartmann, in der Pädagogik weiterhin Tumlirz. Siegel wurde am 30.9.1937 emeritiert, wurde aber nach dem „Anschluß“ wieder verwendet.

Ab 1940 wird das Studienjahr vorübergehend in Trimester eingeteilt. Im 3. Trimester (Sept. – Dez.) wird der philosophische Lehrkörper durch Wolfram Steinbeck (Geschichte der Philosophie) erweitert, der danach nicht mehr las,  im 1. Trimester 1941 durch Franz Kröner (Geschichte der Philosophie). Ab dem 2. Trimester 1941 (April – Juli) wird die Pädagogik nicht mehr wie bisher im Vorlesungsverzeichnis gesondert angeführt, sondern unter die Philosophie gereiht.

Im SS 1941 wird das Pädagogische Seminar wieder an das Philosophische Seminar angegliedert („Philosophie und Pädagogik“ im Vorlesungsverzeichnis). 1942 wurde das Psychologische Laboratorium aus dem Philosophischen Seminar ausgegliedert und Otto Tumlirz, der Vorstand des Pädagogischen Seminars, übernahm dessen Leitung. Ab dem SS 1943 scheint folgender Name des Seminars im Vorlesungsverzeichnis auf: „Philosophie, Psychologie, Pädagogik“. Bis ins SS 1946 ändert sich daran nichts. Ab dem WS 1946/47 heißt es wieder „Philosophie und Pädagogik“ (alle psychologischen Vorlesungen und Übungen werden weiterhin unter Philosophie und Pädagogik geführt.)

Im WS 1942/43 unterrichten Mally, Siegel, Hartmann, Kröner, sowie Tumlirz und Sterzinger. Nach dem Ausscheiden Mallys schrumpft das Lehrpersonal im SS 1943 auf Kröner, Hartmann, Tumlirz  und Sterzinger, ab SS 1944 lehrt Franz Häußler Psychologie anstelle von Sterzinger. Im Nov. 1944 wird Ferdinand Weinhandl auf den vakanten Lehrstuhl als o. Prof. für Philosophie berufen.

Tumlirz hat im SS 1945 vermutlich noch gelesen; er scheint aber danach im Vorlesungsverzeichnis bis zu seiner Entlassung 1947 nicht mehr auf. Im WS 1945/46 lehren Weinhandl, Radakovic, Hartmann und Karl Köchl (Pädagogik). Weinhandl wird im Juli 1946 entlassen. Im WS 1946/47 besteht der philosophische Lehrkörper nur aus Radakovic (Geschichte der Philosophie) und Hartmann (Ethik), die Pädagogik wird von Köchl betreut, die Psychologie von Karl Birzele.

Im SS 1947 wird Rudolf Freundlich erstmals in der philosophischen Lehre eingesetzt, im SS 1949 Amadeo Silva-Tarouca. Im WS 1950/51 erfolgt die Ernennung Weinhandls zum ao. Prof. für Psychologie und Pädagogik, 1958 zum o. Prof. Ab dem SS 1951 lehrt Weinhandl wieder, im WS 1952/53 kehrt Tumlirz zurück und liest bis 1956 (Pädagogik, Institut für Leibeserziehung).

 

 

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