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Neuerscheinung: «Nachdenklichkeit», hrsg. von Christine Abbt, Donata Schoeller, Hartmut von Sass.

Mittwoch, 18.11.2020

Mit Beiträgen von: Christine Abbt, Hannah Fissenebert, Hans-Johann Glock, Matthias Jung, Teresa Koloma Beck, Claus Langbehn, Dieter Mersch, Michel Mettler, Katrin Meyer, Robert Pfaller, u.a.

Die lebensweltliche und intellektuelle Relevanz der Nachdenklichkeit steht in einem fast traditionellen Missverhältnis zum Nachdenken über die Nachdenklichkeit. Darauf reagiert dieser Band, indem folgenden Fragen nachgegangen wird: Zunächst ist der Status des Nachdenklichseins zu klären. Handelt es sich um eine Einstellung, Haltung, einen Wert oder eine Tugend? Hinzu kommen mögliche Abgrenzungen zu weiteren Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Empathie oder Sensibilität, gebunden an die Frage nach den Gründen und Quellen der Nachdenklichkeit im Kontrast zu ihrem Mangel oder Verlust. Dies führt zu Fragen, inwiefern lediglich das (Nach-)Denken angesprochen ist und nicht zugleich das Fühlen und Empfinden. Entsprechend sind auch Formen der Verkörperungen von Nachdenklichkeit zu bedenken. So sehr nachdenklich zu sein, wünschenswert ist, bleibt dieser Wunsch an Kontexte gebunden. Auch die Grenzen, ja das gleichsam Unangemessene der Nachdenklichkeit muss schliesslich ebenso zum Thema werden: Kann nachdenklich sein, wer vollkommen gelöst und ganz in einer Situation aufgeht? Muss nicht das Zögern des Nachdenklichen endlich der Entschiedenheit des Handelns weichen?

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