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Kritisch-rationale Ethik (abgeschlossen)

April 2008 – Juli 2011
Leiter und Post-Doc: Harald Stelzer
Prae-Doc: Philippe Streit
Gefördert vom FWF


Ziel des von Harald Stelzer eingereichten und koordinierten FWF-Projektes war die Entwicklung einer systematischen und kohärenten kritisch-rationalen ethischen Theorie unter Berücksichtigung der Philosophie Karl Poppers und des Kritischen Rationalismus. Das Projekt vereinigte hierfür Überlegungen aus den Bereichen der Ethik, Sozialphilosophie, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie sowie wichtiger Themen aus der Metaethik und der normativen und angewandten Ethik. Das Resultat des Projektes besteht in der Konzeption einer problemlösungsorientierten Ethik (Problem Solving Ethics – PSE).

PSE zielt darauf ab, komplexe, moralische und politische Probleme auf neue Art und Weise anzugehen. Aus dem kritisch-rationalen Denken lässt sich eine Methode entwickeln, die in der Lage ist, die interdis- ziplinäre Suche nach Problemlösungen mit ethischen Überlegungen zu vereinen. PSE ermöglicht eine vergleichende Analyse mo- ralischer Standards sowie eine normative Evaluierung von Problemlösungsalternativen im Rahmen der angewandten Ethik. Das Verfahren beruht auf einer integrierten, interdisziplinären Beschreibung der Problemsituation. Darauf aufbauend kommt es zur Identifizierung, Analyse und Beurteilung von Problemlösungsalternativen. In Form einer Adäquatheitsprüfung wird sowohl die Problemlösungskapazität als auch die moralische Akzeptanz und Legitimität beurteilt, wodurch das Verfahren als ethisch ausgewiesen wird. Dabei ist zu berücksichtigten, dass nicht nur jede Analyse der Problemsituation auf Wert­entscheidungen beruht, sondern auch die moralische Akzeptanz und Legitimität der Problemlösungen von der axiologischen Basis abhängig ist.

PSE ermöglicht die Verbindung der Methode von Versuch und Irrtum mit jener des Überlegungsgleichgewichts, die auf der schrittwei- sen Weiterentwicklung unserer moralischen Urteile und Prinzipien in Form von ständiger Kritik aufbaut. Durch diese kohärentistische Vorgehensweise ist es zugleich möglich, normative Prinzipien einer kritisch-rationalistischen Ethik zu bestimmen und interne Spannungen aufzulösen.

PSE beansprucht sowohl auf der metaethi- schen wie auch auf der normativen und praktischen Ebene, den kritischen Rationa- lismus weiter zu entwickeln.

Kontakt

Leiter des Arbeitsbereichs Univ.-Prof. Dr. Lukas Meyer Telefon:+43 (0)316 380 - 2300
Fax:+43 (0)316 380 - 9705

Web:https://homepage.uni-graz.at/de/lukas.meyer/

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