Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Inhalt:

Christine Abbt

Univ.-Prof. Dr. phil. Christine Abbt ist Professorin für Politische Philosophie und Leiterin des Arbeitsbereichs Politische Philosophie an der Universität Graz.

Im Zentrum ihrer Forschung stehen Fragen der Politischen Philosophie und Demokratietheorie. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit Themen der Ethik und Angewandten Ethik, der Gedächtnistheorie und Ästhetik. Philosophie versteht sie als Disziplin, die ein Denken ermöglicht, erprobt und einfordert, das differenziert begründend und nach Klärung strebend ist und kritisch und mutig vermeintlich klar abgesteckte Grenzen und Selbstverständlichkeiten problematisiert – und so (im besten Fall) neue soziale, politische, kulturelle und individuelle Spielräume sichtbar werden lässt, konstruktive Denkweisen aufzeigt und komplexitätsbewusste und möglichst gewaltlose Lebensformen konkretisiert.

Die nachfolgend dargelegten Themen werden von Christine Abbt in Forschung und Lehre und in Kooperationen untersucht. Die Verweise auf Publikationen umfassen eine Auswahl.

 

Pluralität und Pluralismus

Das Zusammenleben von freien Menschen in einem Raum, in einer Stadt, einem Staat, einem Kontinent, in der Welt wirft die Frage nach möglichen politischen Ordnungen und Konzeptionen von Pluralismus auf. Ich untersuche dazu verschiedene historische und aktuelle Ansätze und diskutiere und evaluiere diese auf ihre Vor- und Nachteile und insbesondere auf ihre demokratische Legitimation hin.

Mit anderen Augen. Perspektive und Pluralismus

Zwischen Recht und Ethik

 

Demokratisches Fremd- und Vieltun (griech.: allotrio- und polypragmosyne)

Die Demokraten der griechischen Antike waren überzeugte Fremd- und Vieltuende. In der Demokratietheorie nach Hobbes und Rousseau sind genau diese Verhaltensweisen abzulehnen. In meinen Forschungsbeiträgen zeige ich auf, dass es parallel zur traditionellen demokratischen Ideengeschichte eine alternative Demokratietheorie gibt, welche auf antike, radikal-demokratische Anfänge zurückgeht und bis heute andauert. Demokratie und Nicht-Identität stehen in dieser Perspektive in einer unaufhebbaren (und auch heute hochaktuellen) Beziehung. Die Möglichkeiten und Eigenschaften von Theater und Schauspiel werden dabei in ihrer Bedeutung für die Demokratie aufgewertet.

Der Vieltuer und die Demokratie

Solidarisierung ohne Empathie? Diderots Entwurf einer politischen Kunst

Formen des Politischen. Differenz, Alterität, Verantwortung

Selbsttreue und Veränderung. Goethes Maxime über Polypragmosyne und das gute Leben.

 

Vergessen und Denken

Zwischen Denken und Vergessen besteht eine Wechselbeziehung. Ich begründe in meiner Habilitationsschrift, inwiefern Denken stets auch Formen von Vergessen inkludiert. Das bedeutet nicht, dass das Vergessen von zum Beispiel historischen Ereignissen politisch allgemein legitim ist. Die Einsicht in das Zusammenspiel von Denken und Vergessen fordert einen verantwortlichen Umgang und verändert das Subjektverständnis ebenso wie Vorstellungen und Definitionen von Wahrheit.

Ich vergesse. Zum Verhältnis von Denken und Vergessen aus philosophischer Sicht

Bannwald der Erinnerung

 

Paradoxien, das (ausgeschlossene) Dritte, Alterität, Différance, Gender

Die Auseinandersetzung mit unaufhebbaren Widersprüchen, mit Konstellationen, Zuständen und Positionen, welche Wahrnehmungen, Perspektiven und Erkenntnisse herausfordern und zu einem gesteigerten Bewusstsein für die Komplexität von Situationen führen, erachte ich als politisch, ethisch und philosophisch bedeutsam und grundlegend. Die wissenschaftliche Vertiefung, Differenzierung und Klärung solcher Phänomene verändern das gesellschaftliche Problembewusstsein und die Kompetenzen, konstruktiv mit Herausforderungen umzugehen. Freiheit und Gleichheit etwa, die spannungsreichen demokratischen Grundforderungen, werden erst so verständlich und (approximativ) umsetzbar.

Ironie und ironische Haltung. Merkmale eines verantwortlichen Lebensvollzugs bei Kierkegaard und Jankélévitch

Ente oder Hase? Vom Vergegenwärtigen und Vergessen

Freiheit und Wissen. Diderots Höhlengleichnis

 

Verwaltete Grenzen, Prozesse sozialer In- und Exklusion, Migration

Was ist eine Grenze? Was trennt ein Land von einem anderen? Darauf gibt es u.a. historische, kulturelle, politische, religiöse, geografische und auch philosophische Antworten. In Zusammenarbeit v.a. mit Jurist*innen beschäftigen mich seit mehreren Jahren Fragen zu Setzung, Verwaltung, Definition und Durchsetzung von Grenzen. Damit verbunden untersuche ich Fragen zu Migration und, allgemeiner formuliert, zu sozialer und politischer Zugehörigkeit und zu Prozessen der Diskriminierung.

Migrationsland Schweiz

 

Literatur-Philosophie; Ästhetik, Kunst und Wissenschaft

Philosophie lässt sich nicht allein in Absetzung bestimmen, sondern auch durch die Differenzierung ihrer engen Beziehungen zu anderen Wissensbereichen, etwa zu Literatur, Philologie oder Literaturwissenschaft. Dem Verhältnis von Literatur und Philosophie gehe ich in verschiedenen Kooperationen, Forschungen und Projekten nach. Demnächst erscheint dazu die Schrift Mit Texten denken. Eine Literatur-Philosophie, die gemeinsam mit Christian Benne (Kopenhagen) verfasst ist.

Der ästhetische Reiz des Ungewissen

Sokratische oder restaurative Ironie? Zur unterschiedlichen politischen Absicht ironischer Varianten

Geste, Gestalt und Bedeutung philosophischer Zeichensetzung

 

Sprachverlassenheit und Sprachverweigerung aus ethischer Perspektive

Philosophie, Sprache und Logos stehen in engster Beziehung. Gerade für die Praktische Philosophie stellt sich insofern das Problem dringend, wie philosophisch angemessen mit der Abwesenheit von Sprache umgegangen werden kann und soll, etwa wenn Menschen sich nicht sprachlich einbringen können oder nicht einbringen wollen.

Sprachverlassenheit als Herausforderung für die Ethik

Sprachlos in der Zeit

 

Kontaktinformationen

E-Mail: christine.abbt(at)uni-graz.at

Anschrift: Heinrichtstraße 26/II, 8010 Graz

Links

Lebenslauf (PDF)            Publikationen (PDF)            Lehrveranstaltungen

Kontakt

Leitung
Heinrichstraße 26/II 8010 Graz
Univ.-Prof. Dr. Christine Abbt Telefon:+43 (0)316 380 - 2316

Web:https://philosophie-gewi.uni-graz.at/de/politische-philosophie/team/christine-abbt/

Sprechstunde: nach Vereinbarung - Anmeldung zur Sprechstunde per E-Mail

Kontakt

Sekretariat
Attemsgasse 25/II 8010 Graz
Mag. Kanita Kovačević Telefon:+43 (0)316 380 - 2299
Mobil:+43 (0)316 380 - 9705

Mo- Fr, 9.00-12.00 Uhr

Ende dieses Seitenbereichs.

Beginn des Seitenbereichs: Zusatzinformationen:


Ende dieses Seitenbereichs.